Mit der Revitalisierung des ehemaligen ROGO-Areals in Oberlungwitz wird eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Westsachsens zu einem lebendigen Gewerbe- und Wohnquartier weiterentwickelt. rewa begleitet dieses anspruchsvolle Vorhaben mit der Objektplanung für Gebäude und Freianlagen in den Leistungsphasen 1 bis 8.
Ein Stück sächsische Industriegeschichte
Die ROGO-Werke gehen auf das 1886 gegründete Unternehmen Robert Götze zurück, das Oberlungwitz über Jahrzehnte als bedeutenden Standort der Strumpfindustrie prägte. Mit dem Erweiterungsbau von 1928 nach Plänen des Chemnitzer Architekten Friedrich Wagner-Poltrock entstand ein markantes Fabrikensemble, dessen Klinkerfassaden, großzügige Produktionshallen und charakteristischer Turmbau bis heute das Stadtbild prägen. Als nahezu vollständig erhaltene Industrieanlage steht das Areal heute unter Denkmalschutz und besitzt einen hohen industrie- und architekturhistorischen Wert.
Neue Perspektiven für das historische Fabrikensemble
Unter der Leitidee „Das neue ROGO“ entsteht auf dem ehemaligen Werksgelände ein vielseitiges Quartier, das Geschichte bewahrt und zugleich einen lebendigen neuen Stadtbaustein schafft. Geplant sind Wohn- und Gewerbeeinheiten, Gastronomie sowie Veranstaltungs- und Kulturflächen. Gemeinsam mit dem benachbarten Tauscher-Areal soll das historische Fabrikensemble im Rahmen des Projekts „Industrie Kultur Mitte“ zu einem neuen wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt von Oberlungwitz entwickelt werden.
Die Leistungen von rewa
rewa übernimmt die Objektplanung für Gebäude und Freianlagen in den Leistungsphasen 1 bis 8. Im Mittelpunkt stehen der Umbau und die Umnutzung der Roten Fabrik und der Grauen Fabrik zu Wohn- und Gewerbeeinheiten sowie die Umgestaltung des ehemaligen Speisesaals zu Gastronomie-, Gewerbe- und Veranstaltungsflächen.
Die denkmalgerechte Sanierung stellt dabei hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Neben den historischen Gebäuden sind auch die denkmalgeschützten Einfriedungen und Mauern zu erhalten und in das Gesamtkonzept einzubeziehen.
Präzise Planung auf Grundlage des Bestands
Eine fundierte Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für die Revitalisierung. Dafür kommen modernste Methoden wie 3D-Laseraufmaß, Fotogrammetrie, Archivrecherchen sowie Bauteilöffnungen und detaillierte Zustandserfassungen zum Einsatz. Alle gewonnenen Erkenntnisse werden in digitalen Gebäudemodellen zusammengeführt und schaffen die Basis für eine denkmalgerechte und zukunftsorientierte Planung.
Mit dem Projekt trägt rewa dazu bei, ein bedeutendes Zeugnis der sächsischen Industriekultur zu bewahren und dessen Transformation zu einem attraktiven Ort für Wohnen, Arbeiten und Begegnung aktiv mitzugestalten.










